Trekking Jotunheimen

Tag 1

15,5km und 834hm

Turtagro – Storebrua

Um 7 Uhr in Lom aufgestanden und zum Bus marschiert. Der bring uns direkt zum Startpunkt nach Turtagro. Eine richtige Panoramafahrt durch den Jotunheimen und die Sommerskigebiete an der Sognefjellshytta. Ankunft in Turtagro bei 6° Grad und Sonnenschein, die Tour kann starten. Die erste Etappe führte uns durch das Helgedalen und über den Keisarpasset. Auf dem Keisarpasset ist der Versuch eines Mittagessens dem leichten Schneefall zum Opfer gefallen. Also ging es weiter durch einige Schneefelder und an gefrorenen Seen vorbei ins nächste Tal. Unterwegs hatten wir einige kleine Schauer aber ansonsten sind wir trocken geblieben. An der Storebrua beschlossen wir zu übernachten und fanden auch einen schönen Platz. Hier war wohl auch schon eine Schafsherde vor uns und wir mussten die Wiese erst einmal von der Schafssch… befreien. Nach einer großen Portion Elch Gourmet ging es auch schon bald in den gemütlichen Schlafsack.

Tag 2

12,6km und 606hm

Storebrua – Oberes Skogadalen

Die Nacht und der Morgen waren ziemlich eisig. Nach dem Frühstück ging es zur Skogadalsboen. Super schöne Hütte, die gleich zu einer Rast bei Pepsi und Solo einlud. Der weitere Weg führte uns durch das wunderschöne Skogadalen. Das Tal erinnerte von der Vegetation sehr an Schweden. Wir hatten herrlichen Sonnenschein und rasteten Mittags direkt an der Skogadola. Hier kam auch zum ersten mal die Bio Ayurveda Sonnencreme zum Einsatz – eine Katastrophe denn danach sieht man weiß aus wie ein Gespenst. Am Ende des Tals ging es ein paar steile Stufen in das obere Skogadalen. Hier erwarteten uns zahlreiche Seen, Flüsse und Gletscher. Wir fanden einen traumhaften Zeltplatz direkt am Fluss, welcher auch zugleich unsere Badewanne war. Gut gefühlte 6° Grad luden nicht zu einem üppigen Bad ein, aber hilft ja nichts. Mit einem Trekking Lunch haben wir uns wieder aufgewärmt. Die letzten Sonnenstrahlen haben wir in unseren Trekker chairs mit einem Buch genossen.

Tag 3

15,7km und 620hm

Oberes Skogadalen – Fondsbu

Bei Nieselregen, Sturm und gefühlten 0° Grad im Zelt gefrühstückt und das Zelt naß eingepackt. Landschaftlich ist das obere Skogadalen unglaublich. Viel Wasser, viele Gletscher und unheimlich viel Geröll. Zudem war es heute soweit: Die Furt-Schuhe kamen zum Einsatz! Zum Glück war es das erste und letzte mal. Danach ging es etliche Stunden durch den Schnee, was mit dem Rucksack ziemlich anstrengend war, da die Schneedecke nicht immer getragen hat. Aber das wichtigste war, dass es die Sonne endlich geschafft hatte. Kurz vor Fondsbu am Bygdin-See fanden wir wieder einen herrlichen Zeltplatz. Dieser war zwar direkt am Weg – aber das war kein Problem, denn es waren kaum andere Wanderer unterwegs. Bei einer herrlichen Aussicht auf den Bygdin-See und einen Wasserfall im Rücken gab es mal wieder lecker Trekking Lunch. Und die Trekking chairs sind der Hammer.

Tag 4/5

18,3km und 397hm

Fondsbu – Gjendesbu

Heute werden wir von der Morgensonne geweckt und frühstücken bei strahlendem Sonnenschein Der Weg geht hinunter zum Bygdin-See und an diesem gemütlich entlang. Dann führt der Weg sanft steigend durch Blumenfelder auf eine Hochebene. Der Eingang zur Hochebene erfolgt über eine recht abenteuerliche Hängebrücke. Kurz vorher machen wir noch eine kurze Rast an einem Wasserfall mit Blick auf den See. Durch die Hochebene geht es bei bestem Wetter und am Ende erwartet uns noch ein kleiner See welcher zu einer erneuten Rast einlud. Das geplante Bad fällt wegen eiskaltem Wind aus. Der Weg führt noch an ein paar Gletschern vorbei und fällt dann zum Gjende-See hinab. An der Gjendesbu Hütte gibt es mal wieder eine Solo und dann suchten wir uns einen Zeltplatz am See. Da das Wetter am nächsten Tag schlecht werden soll, beschließen wir einen Ruhetag einzulegen. Was sich als sehr gut herausstellte, da der Tag ziemlich verregnet war. Hier planten wir dann auch die Tour etwas um und beschlossen das wir nicht nach Bygdin sondern nach Gejendesheim laufen.

Tag 6

11,5km und 547hm

Gjendesbu – Memurubu

Nach einem Tag im Zelt und unendlich vielen Kniffelrunden, konnten wir nicht mehr liegen und sind bereits um 6.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein aufgestanden. Nach dem Frühstück ging es erst einmal gemütlich einen kleinen Pfad am See entlang. Es wurde zunehmend steiler und steiler und der Blick auf den See wurde immer atemberaubender. Die letzten Höhenmeter waren sehr steil und mit Ketten gesichert. Mit dem Rucksack sehr abenteuerlich. Oben beschlossen wir dann einen Gipfel auszulassen und durch das Memurudalen abzusteigen. Ein traumhaftes Tal. Am Memuru gab es die obligatorische Suppe mit Pumpernickel und es war mal wieder Badetag. Kurz vor der Memurubu Hütte fanden wir einen Zeltplatz mit einem sensationellen Blick auf den Gjende-See. Noch kurz zur Memurubu runtergelaufen, was getrunken und nach dem Wetterbericht geschaut. Wieder am Zelt, hatten ein paar Kühe unseren Zeltplatz samt Zelt bereits eingenommen. Es dauerte ein wenig bis wir die neugierigen Kühe von unserem Zelt verscheucht hatten. Später sind die Kühe dann das Tal hinauf gezogen und es wurde entspannter.

Tag 7

16,2km und 1303hm

Memurubu – Bessenvatnet

Heute wieder im 6 Uhr aufgestanden und im Trekker chair bei Sonnenschein mit Blick auf den Gjende-See gefrühstückt. Der heutige Tag startete mit 400 steilen hm mit Aussicht auf den Gjende-See und das Memurudalen. Heute ist der erste Tag an dem wir nicht alleine Unterwegs sind. Man merkt sofort das es DIE Tour in Norwegen ist. Nach den ersten hm geht es gemütlich über das Bandet in Richtung Besseggen Grat. Ganz kurz kam der Gedanke: „Sind wir heute schnell!“ Aber am Grat angekommen, sagte uns der erste Blick, nein wir sind nicht zu schnell. Jetzt waren knapp 400 hm Kraxln angesagt. Mit dem schweren Rucksack musste man ziemlich aufpassen. Das 360° Grad Panorama war atemberaubend! Nach dem Grad machten wir dann noch ein paar hm über ein Geröllfeld zum „Gipfel“. Und Juchuuu, wir sehen die ersten Rentiere. Der Abstieg hat nur kleine gesicherte Passagen, ansonsten einfach zu laufen. Unten angekommen, beschlossen wir noch zum Bessvatnet See aufzusteigen und dort unsere vorletzte Nacht zu verbringen.

Tag 8

8,6km und 205hm

Bessenvatnet – Gjendesheim

Die gestrige Tour war mit Abstand die anstrengendste, somit wurde heute ausgeschlafen. Es ist der letzte Tag und er wird gemütlich. Nach ein paar Kilometern gab es noch mal ein ausgedehntes Bad im Fluß und wir konnten ein paar Klamotten waschen – Wasche nie ein getragenes Icebreaker Shirt im Bach. Danach ging es gen Tal, ein Stück an der Strasse entlang (an die ersten Autos nach fast 10 Tagen muss man sich erst wieder gewöhnen) und auf die letzten hm in Richtung Gjendesheim. In Gjendesheim angekommen wollten wir ein Zimmer nehmen und noch zwei Tage relaxen. Aber leider war alles ausgebucht und auf ein Lager hatten wir keine Lust. Also noch eine Nacht im Zelt und dann einen Tag früher zurück nach Oslo. Hotelbuchung erweitert und den letzen Abend mit Trekking Lunch und chair genossen. Die Nacht war übel da wir das Zelt auf einer unebenen Stufe stehen hatten. Egal morgen gibt es wieder ein Bett leckeres Essen und eine Dusche 🙂

Auf Wiedersehen Jotunheimen!

Oslo

Nun noch ein paar Tage Oslo zum entspannen. Sightseeing zu Fuß und mit den Stadträdern. Vom Hotelzimmer hatten wir einen super Blick über die Stadt und in der Sky-Lounge im obersten Stock des Hotels gab es abends immer noch einen Cocktail. Das Essen ist zwar wahnsinnig teuer aber nach 9 Tagen Travel-Lunch gönnten wir uns jeden Abend ein leckeres Mahl. Von Elch-Burgern bis Surströmming war alles dabei. Natürlich durfte guter Kaffee und die obligatorischen Zimtboller auch nicht fehlen.

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